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Gewählte Fruchtart: > Erdbeere > Wintersaateule

 

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Abb.1:
Blattfraß

Wintersaateule (Agrotis segetum)

Einordnung

Die Wintersaateule gehört zur Familie der Eulen (Noctuidae) und damit zur Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera). Aus dieser Familie können auch andere Arten an der Erdbeere auftreten wie z. B. die Achateule (Phlogophora meticulosa), die Ypsiloneule (Agrotis ypsilon) oder das Ausrufezeichen (A. exclamationis).

Beschreibung

Falter mit Flügelspannweite von 34-46 mm; Vorderflügel bräunlich; Hinterflügel hellgrau mit dunklem Rand; Ei 0,5 mm; von abgeplatteter Kugelgestalt mit meridianartig verlaufenden Grübchenketten; nach Ablage weiß, nach 2 Tagen rotbraun, dann grau; Raupe 37-50 mm lang; dick, kaum behaart, glänzend und erdfarben; mit heller, dunkel umrandeter Rückenlinie und braunem Seitenstreifen; 8 Beinpaare; Puppe 20 mm lang; hell bis dunkelbraun.

Lebensweise

Die adulten Tiere der Wintersaateule fliegen bei Temperaturen von 14 bis 16 C von Mitte Mai bis Juni. Die Eier (600 bis 900 Stück) werden meist klumpenweise, selten einzeln an der Blattunterseite und den Stengeln von Unkräutern aber auch von Erdbeeren abgelegt aus denen nach 1 bis 2 Wochen die jungen Raupen schlüpfen. Diese durchlaufen 6 Larvenstadien, wobei die ersten drei oberirdisch, die darauffolgenden mehr und mehr im Boden stattfinden. Der Hauptfraßschaden findet im Spätsommer bis Herbst statt. Obwohl die Raupen im Herbst bereits ausgewachsen sind, erfolgt die Überwinterung meist im Raupenstadium und die Verpuppung findet erst im April/Mai statt. Sie dauert etwa 14 bis 20 Tage. Unter günstigen Umwelt- und Witterungsbedingungen kann es eine zweite teilweise Generation geben. Dann erfolgt die Überwinterung als Ei.

Schaden und Symptome

Der durch die Raupen der ersten drei Stadien verursachte Blattfraß (Fenster-, Loch- und Blattrandfraß) ist meist weniger dramatisch als der Wurzel- und Rhizomfraß der folgenden Stadien. Zwar tritt nur sehr selten eine Bestandsgefährdung auf, doch kommt es in Freilandbeständen immer wieder zum Welken und Absterben einzelner Pflanzen.

Diagnose

Bei Welke- und Absterbeerscheinungen werden die betroffenen Pflanzen aus herausgehoben und im Wurzel- und Rhizombereich auf Erdraupenbefall überprüft (3 Paar gegliederte Brustbeine, 4 Paar schwach gegliederte Bauchfüße, 1 Paar Nachschieber am Körperende). Während die Wintersaateule - wie A. exclamationis - den Hauptschaden durch Fraß im Herbst anrichtet, liegt die Zeit der größten Schädigung bei A. ypsilon beispielsweise in der Zeit von April bis Juli. Die nähere Artenbestimmung sollte vom Fachmann vorgenommen werden.

Bekämpfung

- Einsatz von Präparaten gegen beißende Insekten (oberirdische Raupen)

- Nachgraben in der Nähe der geschädigten Pflanzen

- eventuell Sommeranwendung von insekten-parasitären Nematoden (N. bibionis)

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