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Gewählte Fruchtart: > Himbeere > Bakterienbrand

 

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Abb.1:
befallene Ruten
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Abb.2:
befallene Pflanzen
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Abb.3:
erkrankte Jungrute (rechts)

Bakterienbrand (Pseudomonas syringae pv. Syringae)

Einordnung

Dieses stäbchenförmige Bakterium gehört zur Gattung Pseudomonas. Es ist 0,5-1 x 1,5-4 µm groß und besitzt Geißeln zur Fortbewegung. Pseudomonas ist streng aerob und Gram-negativ.

Lebensweise

Das Bakterium vermehrt sich sowohl in den Knospen, als auch auf der Rinde und überdauert dort auch. Die Infektion erfolgt über Wunden. Kaltes und feuchtes Wetter begünstigen die Krankheitsentwicklung.

Symptome

Erste Symptome zeigen sich ab Mitte Juli an der Jungruten, deren Spitzen sich hakenförmig krümmen. Sie sterben meist innerhalb weniger Tage ab. Auf den Blättern erscheinen nekrotische Flecke, die sich rasch vergrößern und einen chlorotischen Rand besitzen. Auch die Ränder werden nekrotisch und rollen sich nach unten. Schließlich vertrocknen die Blätter und verfärben sich dunkelbraun. Die Blattstiele und Adern verfärben sich dunkelbraun bis schwarz. Auch an den Ruten zeigt sich teilweise eine dunkle Verfärbung, aus der bei hoher Luftfeuchtigkeit hellbraune Exsudat-Tröpfchen austreten.

Diagnose

Im Juli sollte man junge Triebe auf oben genannte Symptome untersuchen. Die genaue Bestimmung ist man dem Fachmann zu überlassen.

Bedeutung

Die Krankheit ist bisher ohne nennenswerte Bedeutung

Bekämpfung

- auf gesundes Pflanzgut achten

- Bestand unkrautfrei halten (Zwischenwirte ausschalten)

- kühle, feuchte Lagen meiden

- befallene Zweige entfernen (am besten noch vor Niederschlägen)

- späte Stickstoffgaben vermeiden (Triebe werden anfälliger gegen Frost)

- chem. Behandlung (z.B. mit Bordeaux-Brühe)

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